Beide sind echtes Gold - aber Aufschlag, Wiederverkauf und Lagerung unterscheiden sich erheblich je nach Menge und Ziel.
Kurz & ehrlich: Für große Beträge (ab 100g): Barren - geringerer Aufschlag beim Kauf. Für kleine Beträge und Flexibilität: Münzen - leichter verkaufbar und weltweit anerkannt. Bei aktuellem Goldpreis von 0,00 €/g kostet 1 oz Krügerrand ca. 0,00 €.
Unter 50g sind Münzen fast immer besser. Der Aufschlag auf kleine Barren (1g, 5g) ist oft höher als bei einer 1/10 oz Münze. Ein 1g-Barren kostet aktuell ca. 0,00 € - die 1/10 oz Münze (3,11g Gold) kommt oft auf nur 0,00 €. Rechne immer den Preis pro Gramm Feingold nach.
Der Aufschlag beim Kauf von Goldbarren hängt von den Produktionskosten ab. Ein 1g-Barren kostet fast genauso viel herzustellen wie ein 100g-Barren. Daher ist der Aufschlag pro Gramm bei kleinen Barren viel höher - oft 10-20% über Spot-Preis. Ab 50g wird es deutlich günstiger.
Bekannte Anlagemünzen (Krügerrand, Wiener Philharmoniker, Maple Leaf) sind weltweit anerkannt und werden von Händlern problemlos angekauft. LBMA-Zertifizierung ist eher bei Barren relevant - unter 50g sind Münzen oft praktischer als Barren.
Der Krügerrand (Südafrika, 1 oz) ist weltweit die meistgehandelte Goldmünze. In Deutschland sind auch der Wiener Philharmoniker und der Maple Leaf sehr beliebt. Alle sind 999,9er Feingold und werden überall angekauft.
LBMA-zertifizierte Barren (Heraeus, Umicore, PAMP) erzielen bei Scheideanstalten die besten Preise. Münzen werden überall angekauft - sogar Juweliere nehmen bekannte Münzen. Barren ohne Zertifikat können Probleme beim Weiterverkauf machen und werden oft als Altgold behandelt.
Für Anlage-Zwecke nein. Der Aufschlag auf 1g-Barren ist exorbitant hoch (oft 20-30% über Goldwert). Wer klein einsteigen möchte, ist mit einer 1/10 oz Goldmünze (3,11g) meist besser bedient. Auch 1/4 oz Münzen haben günstigere Aufschläge als vergleichbare Barren.
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