Goldschmuck ist schön - aber als Geldanlage meistens ein schlechtes Geschäft. Was beim Kauf draufgeht und was du beim Verkauf wirklich bekommst.
Kurz & ehrlich: Nein. Beim Kauf zahlst du 50–200% Aufschlag auf den Goldwert (für Design, Marke, Herstellung). Beim Verkauf bekommst du nur den Goldwert minus Abschlag. Für Wertanlage: Barren oder Münzen. Ein 585er Ring (5g) hat aktuell einen Goldwert von 0,00 € - Ankaufspreis ca. 0,00 €.
Kaufpreis weit über Goldwert: Ein 585er Ring für 500 € enthält meist nur 150–250 € Goldwert. Du zahlst für Handarbeit, Marke, Händlermarge - das bekommst du nie zurück.
Ankaufspreis = nur Metallwert: Beim Verkauf spielt das Design keine Rolle. Du bekommst den Goldgehalt abzüglich Händlerabschlag - unabhängig vom Kaufpreis.
Steine bringen meist nichts: Steine werden rausgenommen. Ihren Wert bekommst du nicht ausgezahlt (außer bei großen, zertifizierten Edelsteinen).
Einzige Ausnahme: Limitierte Stücke von Luxusmarken (Cartier, Van Cleef, Bulgari) können im Sammlerwert steigen. Aber das ist Spekulation, keine Geldanlage. Wer wirklich in Gold investieren will: 100g LBMA-Goldbarren oder Krügerrand-Münzen haben minimale Aufschläge und sind sofort wiederverkäuflich.
Ja - in der Regel erheblich. Du bezahlst beim Kauf 50–200% Aufschlag auf den reinen Goldwert (für Design, Herstellung, Marke, Händlermarge). Beim Verkauf bekommst du nur den Metallwert minus Händlerabschlag. Das ist kein gutes Rechenmodell für eine Geldanlage.
Steine werden beim Goldankauf in der Regel herausgenommen und dem Kunden zurückgegeben oder einfach weggeworfen - du bekommst ihren Wert meist nicht ausgezahlt. Nur bei sehr großen, zertifizierten Steinen (IGI, GIA) kann ein Juwelier die Steine separat bewerten.
Nur begrenzt. Limitierte, ikonische Stücke von Luxusmarken können im Sekundärmarkt über dem Kaufpreis liegen - aber das ist Spekulation und Markenkenntnis, keine sichere Geldanlage. Normaler Cartier-Schmuck verliert nach dem Kauf ebenfalls an Wert.
Für reine Wertanlage: LBMA-zertifizierte Goldbarren oder anerkannte Goldmünzen (Krügerrand, Wiener Philharmoniker). Diese haben minimale Aufschläge auf den Goldwert, sind leicht wiederverkäuflich und weltweit anerkannt.
Das ist keine rein finanzielle Frage - emotionaler Wert ist real. Wenn du den Schmuck nicht trägst und das Geld brauchst: verkaufen. Wenn es Erbstücke sind oder du sie evtl. weitervererbst: behalten. Rein finanziell macht Goldschmuck als "Depot" wenig Sinn.
Goldgehalt und Ankaufspreis sofort berechnen.